Die Silvesterläufe in unserer Gegend sind ausgefallen. Also: selbst ist der Mann; auf der frisch geräumten Kasernenrunde kann ich auch mal wieder selber auf die Uhr gucken.
Zweieinhalb Runden habe ich abgespult. Das Ergebnis nicht wirklich berauschend, aber auch nicht so niederschmetternd, wie ich befürchtet habe: Für 12 Kilometer war ich 55 1/2 Minuten auf der Piste. Macht 'nen Schnitt von 4:37. Sagen wir mal "Ausbaufähig". Auch in Sachen Umfang gibt es jetzt endgültig die ersehnten Lichtblicke: Einen Lauf von über 20 km habe ich bereits hinter mir (der hat mich mehr fertig gemacht als der TDL) und auch habe ich es endlich gewagt, an zwei aufeinanderfolgeden Tagen zu laufen. Somit schaue ich nun ganz optimistisch ins Jahr 2011, als nächsten WK habe ich (mal wieder) Bertlich im Visier, da kann ich mir noch kurzfristig eine Strecke aus 10, 15km und HM aussuchen. Vielleicht nehme ich die Strecke, auf der ich mir gerade noch den 4:30er Schnitt zutraue.
Samstag, 1. Januar 2011
Samstag, 18. Dezember 2010
2010: Abhaken
Die zweite Jahreshälfte 2010 ist wirklich zum Abhaken. So verabschiedet es sich noch mit einer satten Hiobs-Botschaft: Wegen meiner hohen Anfälligkeit zu Entzündungen gab's eine ausführliche Blutanalyse. Das Ergebnis: Ausgeprägte Borrelien-Infektion. Auf Hochdeutsch: Ein wohl mehr als zwei Jahre alter Zecken-Biss treibt in meinem Blut fröhlich sein Unwesen. Jetzt gibt es mal wieder Antibiotika aus der Familien-Packung. Na, ja, immerhin sind mir die ganz bösen Borreliose-Folgen wie rheuma-ähnliche Gelenkentzündungen erspart geblieben, aber erstmal liegen mir die Tabletten wie Ziegelsteine im Magen. Außerdem soll ich 2 Stunden vor und nach der Antibiotika-Einnahme auf Milch und Milchprodukte verzichten, also 3x 4 Stunden täglich. Bei meiner Vorliebe für Milch-Kaffee, Joghurt, Käsebrot und Müsli eine ziemliche Einschränkung.
So, dann richten wir doch unseren Blick lieber auf das Jahr 2011. Dass ein zwei oder drei Triathlons geben wird, habe ich bereits erwähnt. Läuferisch will ich mich eher auf flache und kalkulierbare Läufe konzentrieren, und zwar aus zwei Gründen: zum einen wird das Knie nicht übermäßig malträtiert, zum anderen will ich nach Möglichkeit irgendwann wieder gute Platzierungen einfahren; da gilt es erst mal wieder die "Basics" aufzubauen.
So, dann richten wir doch unseren Blick lieber auf das Jahr 2011. Dass ein zwei oder drei Triathlons geben wird, habe ich bereits erwähnt. Läuferisch will ich mich eher auf flache und kalkulierbare Läufe konzentrieren, und zwar aus zwei Gründen: zum einen wird das Knie nicht übermäßig malträtiert, zum anderen will ich nach Möglichkeit irgendwann wieder gute Platzierungen einfahren; da gilt es erst mal wieder die "Basics" aufzubauen.
Montag, 13. Dezember 2010
So langsam ...
... kann man das Ganzes wieder Laufen nennen. Die Lauftreffrunde mal wieder mit den flotten Jungs. Mal eben fast 10 Minuten schneller als in drer letzten Woche. Na, ja, bin gespannt, was das Knie morgen dazu sagt. Im Augenblick spüre ich da nichts und bin einfach nur glücklich und zufrieden. Und morgen ist ja erst mal wieder Schwimmen angesagt, Mittwoch Gymnastik, Bis Donnerstag wird's dann schon wieder laufen.
Sonntag, 5. Dezember 2010
Aufbau
Immerhin kann ich jetzt schon wieder mehrfach in der Woche laufen. Das Knie ist spürbar, aber nicht wirklich schmerzhaft. Vor allem nach dem Training und und am nächsten Tag habe ich überhaupt keine Probleme. Am liebsten würde ich gleich weiterlaufen. Das ist damit die gefährlichste Zeit nach der Verletzung. Nicht Übertreiben, bloß keine weitere Überbelastung einfangen. Immer geduldig bleiben. Zumal mir jetzt bei Schnee und Minus-Temperaturen das Rad-Training wegbricht. Zum Glück ist es keine Schande, mitten im Dezember ausser Form zu sein. Denn über mein Tempo brauch ich zur Zeit gar nichts zu sagen. Bis ich wieder auf meine TDL-Runde gehe, werden noch mehr als ein paar Wochen vergehen. Dennoch habe ich mir vorgenommen, in Giessen zum Silvesterlauf anzutreten. Wenn ich mir zutraue, die hüglige Strecke unter 2 Stunden zu laufen, dann den Halbmarathon, sonst bescheide ich mich mit den 10 Kilometern.
Dafür zeigt mein Schwimm-Kurs den gewünschten Erfolg. Kurz vor Ende vom "Kraulen für Doofe" ist die 50-Meter Bahn sicher im Griff. Im Januar startet der Aufbaukurs, dann schau'n wir mal wie weit ich komme.
Dafür zeigt mein Schwimm-Kurs den gewünschten Erfolg. Kurz vor Ende vom "Kraulen für Doofe" ist die 50-Meter Bahn sicher im Griff. Im Januar startet der Aufbaukurs, dann schau'n wir mal wie weit ich komme.
Sonntag, 31. Oktober 2010
Fast Schmerzfrei
Immerhin fast schmerzfrei - 7 Wochen nach der Meniskus-OP - 7 Kilometer auf ebenen, hügelfreiem Waldboden. Irgendwie geht es schon weiter, ich brauche aber viel Geduld.
In der Zwischenzeit: Radfahren - Mein Rennrad hat in den letzten 3 Monaten mehr Kilometer als in den 1 1/2 Jahren davor, dazu ist mein Mountain-Bike, dass ich mir erst im Sommer gekauft habe ein fester Besandteil der MTB-Gruppe im Verein geworden.
Und Schwimmen: Der Doc hat mir geraten Aqua-Jogging zu betreiben, mache ich nun auch, mit dem Effekt, dass ich, weil ich ja so wie so gerade im Schwimmbad bin, auch noch ein paar Bahnen schwimme. Obwohl ich das seit rund 20 Jahren nicht mehr getan habe, gelingt mir das besser als gedacht. Jetzt schließe ich an den Aqua-Jogging-Kurs direkt einen Schwimm-Kurs an.
Mal schaun was draus wird, kommt natürlich auch darauf an, wie und wann es mit dem Laufen wieder los geht. Einen kleinen Dreikampf plane ich mal für's Frühjahr ein, alles weitere wird sich dann ergeben.
In der Zwischenzeit: Radfahren - Mein Rennrad hat in den letzten 3 Monaten mehr Kilometer als in den 1 1/2 Jahren davor, dazu ist mein Mountain-Bike, dass ich mir erst im Sommer gekauft habe ein fester Besandteil der MTB-Gruppe im Verein geworden.
Und Schwimmen: Der Doc hat mir geraten Aqua-Jogging zu betreiben, mache ich nun auch, mit dem Effekt, dass ich, weil ich ja so wie so gerade im Schwimmbad bin, auch noch ein paar Bahnen schwimme. Obwohl ich das seit rund 20 Jahren nicht mehr getan habe, gelingt mir das besser als gedacht. Jetzt schließe ich an den Aqua-Jogging-Kurs direkt einen Schwimm-Kurs an.
Mal schaun was draus wird, kommt natürlich auch darauf an, wie und wann es mit dem Laufen wieder los geht. Einen kleinen Dreikampf plane ich mal für's Frühjahr ein, alles weitere wird sich dann ergeben.
Sonntag, 11. Juli 2010
Nuller-Woche
Der Hunderter hat mir mehr zugesetzt als ich gedacht habe. Als die Achilles-Sehne schmerzte, muss ich wohl irgendwie meine Haltung geändert haben, jedenfalls tat mir am folgenden Tag das Knie ganz schön weh. Dazu kommt, dass ich mich insgesamt ziemlich ausgepowert fühlte, und auch die Hitze in dieser Woche meine Lauflust nicht anfachen konnte. So habe ich das getan (zumindest halbwegs), was ich immer wieder anderen predige, auf mich selber aber nicht so gerne anwende: "Warte erstmal bis alles ordentlich ausgeheilt ist." Gestern kam ich wieder schmerzfrei die Treppe herunter, heute habe ich die Laufschuhe geschnürt. Auf Asphalt merke ich noch den Druck im Knie. Ich wollte unterwegs entscheiden ob's 10 oder 12 km werden. Am Ende waren es 18, ging ja insgesamt ganz gut.
Sonntag, 4. Juli 2010
Durststrecke
Das war mal wieder richtig 'was für Hartgesottene. Der diesjährige Thüringen-Ultra am bisher heißesten Tag des Jahres. - Und Gerald natürlich auf der 100km-Strecke unterwegs: Schon beim Start in Fröttstätt um 4:00 ist es recht warm, die Luft ist sehr trocken, es geht ein leichter Wind. Nach dem Start wird richtig toller Betrieb gemacht. Mit deutlich unter 4:30 geht es zur Sache. Um nicht gleich den Anschluss zu verlieren, laufe auch ich etwas schneller los als geplant. Der erste 5km-Abschnitt unter 25 Minuten, es sollte der einzige bleiben. Bereits nach 3 km verspüre ich Durst, die erste Verpflegung kommt bei km 10. Etwas nach km 10 kommt der erste deftigere Anstieg, "keine Scheu vor Geh-Pausen" lautet mein Motto, uns so wird's auch gemacht. Zwei weitere Läufer schließen zu mir auf, und gemeinsam erreichen wir die die erste Zeitnahme bei km 25. Hier ist auch der Start der 75 km Läufer, wir kommen gerade an, als diese 5 Minuten unterwegs sind. So kann ich nach ein paar Kilometer einige Leutchen überholen, allerdings keine 100er, wenn ich solche treffe, haben diese eher die Angewohnheit mich zu überholen. Soviel wie nötig, kann ich gar nicht trinken, spätestens drei Kilometer nach der Versorgung lechze ich schon wieder nach frischem Nass. Dabei ist es immer noch früher Morgen. Dazu meckert jetzt die Achillessehne beim Bergauflaufen, was die Geh-Pausen weiter vergrößert. Kurz nach km 40 dann endlich mal ein längeres Stück bergab, wo ich es rollen lassen kann. Erstaunt stelle ich fest, dass für die ersten 50 Kilometer doch eine ordentliche Zeit, nämlich 4 Stunden 33 zustande gebracht habe, die zweiten 50 sind aber deutlich schwerer, Gleich hinter der zweiten Zwischenzeitnahme geht es in die schwerste Steigung des Laufes. 300 und ein paar Höhenmeter 'rauf bis zu der, vom Rennsteig-Lauf bekannten Ebert-Wiese, diesmal jedoch ohne Verpflegung. Stattdessen noch einmal 8 Kilometer ohne die Gelegenheit, mich zu erfrischen. Weit ist der Weg Tambach-Diepharz, Wo ich als erstes meinen Kopf in eine bereitstehende Wanne versenke. Noch ein bisschen Auf und Ab, ein bisschen Gehen, ein bisschen Laufen und ich erreiche die letzte Zwischenzeit. Hier treffe ich Frank, der den 75er Laufen wollte, sich aber lieber die letzten 25 Kilometer spart. Stattdessen hat er sich bereits eine Rückfahrt organisiert und beendet gerade sein zweites Köstritzer. Dadurch inspiriert, fülle ich meine halbe Cola mit Gerstensaft auf, und habe das Gefühl, dass ich das recht gut vertrage, schmecken tut's mir so wie so. So mache ich mich denn mit noch zwei weiteren Bierchen mit Schuss an die letzte Steigung. Ab Kilometer 85 ist der Thüringer Wald zu Ende, Schatten wird absolute Mangelware, stattdessen Temperaturen jenseits der 35 Grad auf staubiger Piste. Immerhin jetzt alle 4 bis 5 Kilometer Verpflegung, ich bleibe meinem neuen Lieblingsgetränk treu. Die Verpflegungstelle bei km 95 ist schon von weitem zu hören. Laute Musik, eine Chearleader-Truppe, ein Sprecher verkündet meine Vita samt 100km-Bestzeit. Irgend jemand, den das interessieren könnte ist nicht anwesend. So, noch die letzten Kilometer über glühenden Asphalt, "Achilles-Sehne schweig stille, wir sind ja gleich da", und so ist es auch. 10:10:56 verbucht die Zeitnahme bei meinem Zieleinlauf, immerhin 12. Platz, ich hatte mit 17 oder 18 gerechnet. Bisher dachte ich immer ich wär' ein recht guter Hitzeläufer, aber das heute war der absolute Hammer.
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